SO. 01.09. 17.00 h Japanisches Kulturinstitut Blues Harp
Man kann gar nicht oft genug betonen, daß Miike Takashi mehr ist als ein Gewalt-Apologet, und daß die Faszination seines Werkes vor allem darin liegt, zu sehen, wie es ihm von Film zu Film gelingt, immer wieder die Stimmungen und Tempi seiner Arbeiten zu variieren. "The Blues Harp" hier bietet etwa ein entspanntes, an Elmore Leonard erinnerndes Mitgegen-einander einiger Gangster
auf Okinawa - lang ist der Schatten von Kitanos "Sonatine"-, in das Miike, ganz der Auteur, sein obsessiv verfolgte Herzensthema in diversen Formen einflicht: Multikulturalität und polymorphe Perversion als Ausdruck einer generellen Ambivalenz, einer Freiheit, vielleicht auch für Japan.
Japan ::: 1998 ::: OmeU ::: 106 min. :::

Regie: Miike Takashi
Darsteller: Ikeuchi Hiroyuki, Tanabe Seiichi, Sekino Saori, Mickey Curtis
Drehbuch:
Matsuo Toshihiko & Morioka Toshiyuki Kamera: Yamamoto Hideo Vertrieb: Bonobo
Bird People of China
Bleep Brothers
Blues Harp
Concent
Dark Waters
Getting Wild with our Monkey
Go
Happiness of the Katakuris
Mask De 41
Mike Yokohama: A Forest with no Name
Millenium Actress
Ping Pong
Ritual
Unlucky Monkey