Do. 29.08. 22.15 h Filmhaus Kino Köln Desert Moon
Nagai ist ein Geschäftsmann mit Zukunft, heißt es, und eigentlich dachte er, daß ihn das Leben des Handels glücklich machen würde -- doch er sehnt sich nach einem Wandel, so total, daß sich die Wüste seines Daseins in einen Regenwald verwandle. Speziell, seit seine Gattin und ihre gemeinsame Tochter sich von ihm losgesagt haben, und spurlos verschwunden sind -- allein ihre Bilder und Stimmen
sind Nagai geblieben,auf Videobändern: und so betrachtet er diese letzten Spuren, als könnte ihm die Erinnerungen den Weg zu ihnen weisen. Viel eher kann das vielleicht jener Fremde, dessen Heimat die Gosse ist... Man weiß nicht, was sich die internationale Presse so nach "Eureka" von Aoyama Shinji, dem brillantesten (japanischen) Filmemacher der 90er, erwartet hat -- "Desert Moon" zumindest aber nicht: Als der Film letztes Jahr in Cannes im Wettbewerb lief, rannteer voll in eine Wand aus Indifferenz und Dummheit, man ignorierte einfach Aoyamas Hommage an das Kino von Antonioni, dem Poeten der modernen Städte, deren Architektur, deren Schrecken. "Desert Moon" ist, wie eigentliche alle Werke Aoyamas, zu späte filmische Moderne, die beweißt, daß die Postmoderne nichts als eine Ausrede war: so kommt er zur rechten Zeit, dieses Melodram des Verfließens der Zeit.
Japan ::: 2001 ::: OmeU ::: 128 min. :::

Regie: Aoyama Shinji
Darsteller: Mikami Hiroshi, Toyota Maho, Kashiwabara Shuji Drehbuch: Aoyama Shinji Kamera: Tamura Masaki Vertrieb: Celluloid Dreams
Big Shots Funeral
Bong Ja
Desert Moon
Friend
Furi Kuri
Go
Hi Dharma
Inner Senses
Korean Short Films Pt.1
Korean Short Films Pt.2
Looking For Bruce Lee
One Fine Spring Day + For Go-Chul
Our Sunny Days + Dead End
Pink Eiga Night
Shark Skin Man And Peach Hip Girl
Teenage Hooker B. K. M. I. D.
Toyko Shameless Paradise